10 Wege, wie du Druckprobleme beheben kannst
Es gibt kaum etwas Enttäuschenderes als einen misslungenen Druck.
Wir bei PermaJet sind leidenschaftlich, wenn es um Druckqualität geht. Wenn ein Druck fehlschlägt, ist es leicht, voreilige Schlüsse zu ziehen oder eine einzelne Komponente in deinem Workflow dafür verantwortlich zu machen. Noch schlimmer ist es, den fehlerhaften Druck einfach zu akzeptieren und zu versuchen, das Bild zur Kompensation zu bearbeiten.
Du solltest einen schlechten Druck niemals akzeptieren. Mit modernen Tintenstrahldruckern, hochwertigen Tinten und Papieren sowie gutem Farbmanagement gibt es keinen Grund, nicht die gewünschte Druckqualität zu erzielen. Allerdings besteht der Druckprozess aus vielen Komponenten und Schritten, bei denen Dinge schiefgehen können. Die folgende Checkliste führt dich durch die häufigsten Probleme und zeigt dir, wie du sie beheben kannst.
1. BETRACHTUNG
Die einfachste und grundlegendste Prüfung bei einem schlechten Druck ist deine Betrachtungsweise. Drucke solltest du immer unter Tageslicht betrachten. Halte den Druck an ein helles Fenster oder geh nach draußen und lass deine Augen sich einige Minuten anpassen, bevor du ein endgültiges Urteil fällst.
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2. DRUCKKÖPFE TESTEN UND REINIGEN
Wenn dein Druck unregelmäßige Streifen oder fehlende Farben aufweist, musst du die Druckköpfe reinigen. Jeder Tintenstrahldrucker verfügt über ein Dienstprogramm zum Drucken eines Testmusters, zur Überprüfung auf Verstopfungen und zur Ausführung eines Reinigungsprogramms. Oft findest du diese Funktion auch direkt im Menü deines Druckers. Hartnäckige Verstopfungen können mehrere Durchläufe erfordern.

Selbst wenn keine Linien fehlen, aber Farbabweichungen auftreten, kann es ein Problem mit einem einzelnen Farbkanal sein. Überprüfe beim Testmuster, ob alle vom Drucker verwendeten Farben vorhanden sind.
Bei manchen Druckern ist der Druckkopf austauschbar – wenn Reinigung nicht hilft, musst du ihn ggf. ersetzen.
3. TINTE ÜBERPRÜFEN
Wenn auch nach der Reinigung das Testmuster nicht vollständig ist, prüfe, ob alle Tintenpatronen korrekt eingesetzt sind. Nimm jede Patrone heraus, schüttle sie leicht und setze sie wieder ein. Ist eine Patrone nahezu leer, ersetze sie.

4. DRUCKKOPF AUSRICHTEN
Druckköpfe arbeiten in mehreren Durchgängen über das Papier. Wenn regelmäßig Streifen im Druckbild auftauchen, kann eine falsche Ausrichtung der Druckköpfe die Ursache sein. Fast alle Drucker verfügen über eine Ausrichtungsfunktion im Menü oder in der Software.
5. PAPIER ÜBERPRÜFEN UND REINIGEN
Es klingt banal, aber überprüfe, ob du auf der richtigen Seite des Papiers druckst. Die meisten Inkjet-Papiere sind nur einseitig beschichtet. Auf der unbeschichteten Seite verläuft die Tinte. Bei Glanzpapier erkennt man das leicht – bei mattem Papier hilft oft der Fingertest: Die klebrigere Seite ist die beschichtete.
Stell außerdem sicher, dass du das richtige Papier verwendest und es nicht versehentlich mit einem anderen verwechselt hast.
Schwerere Papiere müssen über bestimmte Zuführungen eingelegt werden – falsches Einlegen kann zu Problemen wie Streifenbildung oder Papierstau führen.
Nicht jeder Papiertyp passt zu jedem Bildmotiv: Ein farbenfrohes Wildtierfoto wirkt z.B. besser auf PermaJet Oyster 271g/m², während eine Schwarz-Weiß-Langzeitbelichtung auf PermaJet FB Royal Gloss 310 besser zur Geltung kommt.
6. DRUCKERTREIBEREINSTELLUNGEN ÜBERPRÜFEN
Die Druckertreibersoftware hat großen Einfluss auf den Druck. Fehlerhafte Einstellungen sind eine der häufigsten Ursachen für schlechte Ergebnisse. Überprüfe zuerst, ob der richtige Medientyp gewählt ist – dieser steuert u.a. die Tintenzufuhr und die Druckkopfhöhe.
Wichtig: Höhere Auflösung bringt nicht immer bessere Ergebnisse – besonders matte Papiere reagieren empfindlich. Höhere Auflösung kann zu mehr Tintenverbrauch führen, ohne sichtbare Verbesserung.
Verwende immer ein Druckerprofil, wenn du beste Ergebnisse willst. Dabei übernimmt das Druckprogramm das Farbmanagement – das des Treibers musst du deaktivieren (z.B. bei Epson „Off (No Color Adjustment)“ einstellen).

7. BETRIEBSSYSTEM, TREIBER ODER ANWENDUNG AKTUALISIERT?
Ein Update deines Betriebssystems (z.B. auf Windows 11) kann Auswirkungen auf den Druck haben. Auch Treiberaktualisierungen können nötig sein, damit alles reibungslos funktioniert. Wird der Druckertreiber nicht aktualisiert, obwohl das OS es wurde, kann das zu Problemen führen.
Nach einem Update solltest du prüfen, ob alle vorherigen Treibereinstellungen noch korrekt sind. Ein neues Profil kann ebenfalls helfen.
8. RICHTIGES DRUCKERPROFIL VERWENDET?
Wie bereits erwähnt: Verwende immer das korrekte ICC-Profil für das verwendete Papier. Die Standardfarbsteuerung des Treibers reicht nicht aus.
Du kannst unsere Profile herunterladen.
Jedes Profil ist auf bestimmte Treibereinstellungen abgestimmt – insbesondere musst du das Treiber-Farbmanagement ausschalten. Bei Epson z.B.: Off (No Color Adjustment).
In Photoshop wähle „Photoshop übernimmt das Farbmanagement“ und das entsprechende Druckerprofil.


In Lightroom im Druckmodul unter Farbmanagement das Profil auswählen.
Auch der gewählte Rendering Intent (z.B. Perzeptiv, Sättigung, Relativ farbmetrisch) kann kleine Unterschiede bewirken – bei Unzufriedenheit einfach einen anderen testen.
Hinweis: Sehr dunkle Drucke in alten Photoshop-Versionen (z.B. CS3 auf Windows) können an inkompatiblen ICC-Versionen liegen. Wir verwenden Version 2 – bei Problemen können wir dir ein Profil auch als Version 4 erstellen.
9. „DER DRUCK SIEHT ANDERS AUS ALS AUF DEM MONITOR“
Was du erwartest, hängt von deinem Monitor ab. Ist dieser nicht kalibriert, kann es sein, dass der Druck korrekt ist, aber dein Monitor ein falsches Bild vermittelt. Ein schlecht kalibrierter Monitor führt oft zu unnötigen Bildbearbeitungen, die den Druck verschlechtern.
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Teste mit einem Kalibrierbild: Drucke ein solches aus (mit neutralen Grautönen, Hautfarben etc.). Wenn der Ausdruck unter Tageslicht korrekt aussieht, liegt das Problem an deinem Monitor.
10. IST DAS BILD VERPIXELT ODER UNSCHARF?
Wenn dein Druck pixelig oder unscharf ist, könnte die Auflösung des Bildes zu niedrig sein. Moderne Kameras liefern genug Daten für große Ausdrucke. Aber starkes Zuschneiden oder niedrige Kameraeinstellungen können die Datenmenge reduzieren.
Faustregel: Mindestens 240dpi (Pixel/Zoll) für das gewünschte Druckformat.
Ein leicht weicher Druck kann auch durch Tintenverlauf (besonders auf mattem Papier) entstehen. Photoshop oder Lightroom bieten Schärfungsfunktionen, um dies auszugleichen.